Über den Sinn und Unsinn des QR-Codes

Mitten auf dem Plakat prangt ein quadratisches Gebilde, das fleckig aussieht und das Plakat nicht wirklich schöner macht. Was ist daran so praktisch, dass man es trotzdem fast überall sieht: Auf Plakaten, Flyern, auf Webseiten oder auch Produkten?

 

„Quick response“

Diese Elemente sind die sogenannten QR-Codes. QR steht für „quick response“, also schnelle Antwort. Dahinter verbirgt sind ein Link, den man, anstatt ihn mühsam in das Handy einzutippen, durch das Einscannen mit der Kamera des Telefons aufrufen kann.

Werden QR-Codes genutzt?

Laut einer auf Statista veröffentlichten Umfrage von 2012 nutzen die Deutschen den QR-Code im Vergleich mit anderen europäischen Ländern häufig. 18,6% aller Smartphone-Nutzer ab 13 Jahre scannten im Zeitraum von Mai-Juni 2012 QR-Codes. In Spanien waren es 16%.

Wer schon oft einen QR-Code mit dem Handy gescannt hat, für den ist das auch in der Zukunft kein Problem. Leider ist es vielen Smartphone-Nutzern  hierzulande überhaupt nicht klar, wie man den Code nutzt. Sie empfinden den Aufwand dafür als nicht lohnenswert.

Wann werden QR-Codes wirklich gescannt?

In einer weiteren Umfrage wurde ermittelt, wofür die QR-Codes gescannt werden: Fast Dreiviertel aller Befragten scannten den QR-Code aus reiner Neugier. Sie wollten wissen, was sich dahinter verbirgt. Etwa die Hälfte wollten konkrete Hintergrundinformationen, ein Viertel, wenn sie im Geschäft vor dem Produkt standen. Wenn sich Gewinnspiele hinter dem QR-Code verbargen, konnte dies 18% der Befragten locken, weitere 14% riefen so Fahrplanauskünfte ab, die per QR-Code bereit gestellt wurden.

QR-Code mit dem Smartphone scannen - auf jeden Fall?

Was hindert den Smartphone-Nutzer?

Viele sind es nicht, die QR-Codes überhaupt nutzen (Zur Erinnerung: Nur 18% aller Smartphone-Nutzer. Und nicht jeder besitzt eines!) Doch warum sind das so wenige? Denkbare Antworten auf diese Frage sind:

  • der Smartphone-Nutzer weiß überhaupt nicht, wie der Code gescannt werden muss
  • Die notwendige App ist im entscheidenden Moment (noch) nicht heruntergeladen
  • QR Codes sind optisch nicht ansprechend (und stören das Design)
  • Der Link ist manchmal doch schneller eingetippt
  • Der Nutzer steht im Funkloch
  • Die Inhalte sind nicht mobilfähig
  • Die Handy-Kamera ist nicht gut genug und/ oder der Code ist zu klein abgedruckt.
  • Der Ort, an dem der QR-Code angebracht wurde, ist nicht gut erreichbar.

Code gescannt und dann?

Vielleicht handelt ein Nutzer aus Neugier und scannt den Code, findet die angezeigten Inhalte dann aber nicht interessant. Das erhöht die Absprungrate. (Abhilfe: es sollte vorher ersichtlich sein, was den Nutzer erwartet).

Wann macht ein QR-Code Sinn (und Spaß)

  • Wenn der Link weiterführende Information bringt, also nicht nur die Werbung, die der Kunde schon offline gesehen hat!
  • Youtube-Videos
  • Gewinnspiele
  • wechselnde Inhalte wie Angebote, Aktionen, Blogs
  • Fahrplanauskünfte an der Haltestelle
  • auf der Visitenkarte: bei diesen können die Daten elektronisch in Kontaktdaten eingepflegt werden.
  • Wenn der QR-Code bei Google Maps zum richtigen Weg führt.

Ein großer Vorteil sollte aber auch nicht unerwähnt bleiben: Sie können damit den Erfolg eines Flyers oder Plakats sehr direkt messen. Allerdings sollten Sie dabei auch die oben genannten „Hemmschwellen“ berücksichtigen.

Muss ein QR Code auf meine Werbung?

Haben Sie regelmäßig Veränderungen auf der Webseite, wechselnde Angebote, bieten Veranstaltungen an? Gibt es Gewinnspiele? Anderen Mehrwert?  In diesem Fall wird ein QR-Code genutzt.

Oder wird der Besucher sowieso immer dieselben Seiten zu sehen bekommen? Ist es überhaupt ratsam, dass Kunden vom Handy aus in ihrem Shop bestellen, oder sollten sie sich dafür an den Computer setzen?
Er schadet vielleicht nicht, aber Sie können die knappe Fläche eines Flyers, die der QR-Code einnimmt, vielleicht auch besser nutzen!

Fazit: Benutzen Sie ihn nicht nur, um ihrem Unternehmen einen innovativen Eindruck zu geben. Ein QR-Code ist ein Instrument in Ihrer Marketingstrategie, keinesfalls ist er die Strategie.

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