Die Webdesign-Trends des Jahres 2019

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Okay, wir sind vielleicht ein bisschen spät dran, wenn wir erst Mitte Februar die Trends in Sachen Webdesign für 2019 vorstellen. Das liegt allerdings daran, dass wir uns viel Zeit genommen haben, die neuesten Entwicklungen zu analysieren, um abschätzen zu können, welche Trends sich in diesem Jahr durchsetzen werden

Farben vs. schwarz-weiß

Farben transportieren Wiedererkennungseffekte. Das Magenta der Telekom zum Beispiel. Doch Farben können das Design in diesem Kontext bereits von vornherein einengen. Demgegenüber kann, wer für Marken designt, die primär nicht an bestimmte Farben gebunden sind, ein Stilmittel nutzen, für das in 2019 die Zeit reif zu sein scheint: Webdesign in schwarz-weiß.

Wenn Farben fehlen, wirken Formen, Bilder und Texturen schärfer. In Kombination mit abgestuften Grautönen können durch Fokussierung auf die wesentlichen Inhalte eindrucksvolle Designs erschaffen werden. Und wenn die Marke doch an eine bestimmte Farbe gebunden ist, dann wirkt sie im Umfeld einer ansonsten in schwarz-weiß gehaltenen Webseite noch klarer und bleibt im Gedächtnis des Betrachters haften.

Videos auf der Webseite

Ja, das ist jetzt nicht wirklich neu. Video-Inhalte auf Webseiten funktionieren seit einigen Jahren und mit zunehmender Bandbreite dürfen die Clips gern auch ein paar Minuten länger sein. Gerade der mobile User weiß es zu schätzen, sich nicht durch eine Textwüste ackern zu müssen, wenn ein Video den Inhalt vermitteln kann.
Neu ist die Art, wie Google Webseiten mit Video-Inhalten in den Suchergebnissen behandelt. Da diese über den Seiten mit ausschließlich Textinhalten aufgelistet werden, macht es mit Blick auf das Ranking Sinn, verstärkt Content mittels Video zu transportieren. Außerdem verbreiten sich Video-Inhalte in den sozialen Netzwerken schneller, da signifikant mehr Videoclips als ausschließliche Textinhalte geteilt werden.

Chatbots

Auch Chatbots sind schon seit geraumer Zeit Bestandteile von Webseiten. Doch je ausgeklügelter die Algorithmen und die Weiterentwicklung in Sachen künstlicher Intelligenz voran schreitet, um so mehr spricht für den Einsatz der kleinen Helfer, die inzwischen mit relativ wenig Aufwand auch von Laien konfiguriert und dem jeweiligen Aufgabengebiet angepasst werden können. So gesehen könnte 2019 zum Jahr der Chatbots werden.
Ob sie im Design als Trickfilmfiguren erscheinen – Fuchs und Bär scheinen aktuell äußerst angesagt zu sein – oder eher dem Gesicht eines Menschen nachempfunden werden, lässt sich schwer voraussagen. Wichtig ist, dass der Chatbot freundlich und einladend wirkt.

Bitte recht (Daumen-) freundlich!

Das Internet ist mobil geworden und Webseitenaufrufe erfolgen inzwischen in der Mehrheit über mobile Endgeräte. Entsprechend muss sich das Design auch an den Gewohnheiten der User orientieren, sprich die Arbeit der Designer muss daumenfreundlicher werden.
Was unter diesem Adjektiv zu verstehen ist? Gemeint ist damit die Usability der Seite unter dem Gesichtspunkt der Navigation ohne Maus. Ein Lösungsansatz ist zum Beispiel das sogenannte Hamburger-Menü, das sich auf Webseiten, die auf Smartphoses oder Tablets angesehen werden, am unteren Ende des Displays und damit jederzeit in bequemer Reichweite des Daumens befindet.

Mikrointeraktionen

Mehr und mehr gehen Webdesigner und -entwickler dazu über, Mikrointeraktionen in ihre Webseiten einzubauen. Bekannt sind solche Mikrointeraktionen zum Beispiel von Facebook, dessen Glöckchen-Symbol mit einer rot unterlegten Zahl den Nutzer über die Anzahl neuer Nachrichten informiert und ihn zu einer Reaktion animiert, nämlich dem Abruf der Benachrichtigungen.
Mikrointeraktionen lassen Webseiten durchdachter, kommunikativer und smarter erscheinen. In diversen Befragungen sprachen sich die User mehrheitlich für den Einsatz von solchen Elementen aus, sofern sie unaufdringlich bleiben.

Formen

Ein wichtiges Designmittel ist die Formensprache. Sie unterliegt dem Zeitgeschmack und so werden Formen mal kantig und klar umrissen bevorzugt, Jahre später wieder weich und fließend. Und noch Ende der 1990er Jahre herrschte im Webdesign eine streng maschinelle, futuristisch anmutende Formensprache vor, die Inhalte wie Fortschritt, Modernität und Zukunftsgewandtheit transportierte.
Aktuell befinden wir uns in einer Phase, in der organische und natürliche Formen dem Zeitgeist entsprechen: Freihandzeichnungen, skizzierte Workflows und karikiert anmutende Grafiken vermitteln den Eindruck von Asymmetrie und Bewegung. Die Seite wirkt im Ergebnis lebendig und einladend für das menschliche Auge.

Schriftarten

Wir wissen seit vielen Jahren, dass serifenlose Schriftarten gut für Bildschirmtexte geeignet sind. Und doch finden verstärkt Serifenschriften Einzug ins Webdesign. Nicht bei langen Textpassagen, aber als Stilmittel für Überschriften und Textboxen. Sie vermitteln Seriosität und beleben als dekoratives Element die Seite mit dem gewollten Stilbruch.

Minimalismus

Auch in 2019 gilt: Weniger ist mehr.  Und gerade weil viele der in den letzten Jahren mit dem „Best Website Award“ ausgezeichneten Webseiten in eher minimalistischem Design gehalten waren, glauben wir an eine Fortsetzung dieses Trends auch in diesem Jahr. Denn wer klassisch und zeitlos designt, trifft in der Mehrheit den Nerv der User. Je überschaubarer die Webseite, um so deutlicher wird der Inhalt transportiert, um so zielgenauer kann sie wirken. Außerdem lässt sich eine Webseite mit wenigen Elementen leichter pflegen als eine total überladene. Und wer seiner Zielgruppe ohne Umschweife genau das offeriert, wonach sie sucht, punktet auch im Suchmaschinenranking.

Fazit

Für welche Designmöglichkeiten Sie sich auch entscheiden, der Fokus sollte immer darauf liegen, den Transport der Inhalte sowie den Wiedererkennungseffekt des Anbieters zu unterstützen. Und wenn wir Ihnen bei Ihren Projekten in Sachen Webdesign behilflich sein dürfen, sind wir gern Ihr Partner.

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