Alle Jahre wieder: Der Weihnachtsgruß

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Es ist zu einer schönen Tradition geworden, Kunden und Geschäftspartnern Weihnachtsgrüße zu übermitteln. Für den Empfänger ist dies ein Grund zur Freude, denn jemandem etwas Gutes zu wünschen, signalisiert Verbundenheit und Wertschätzung. Eigentlich...

Aber eigentlich entstehen die allermeisten Weihnachtsgrüße als Word-Serienbrief und immer unter Zeitdruck. Weil ganz plötzlich Weihnachten vor der Tür steht. Und weil das ganze Jahr über nie Zeit ist, vernünftig zu planen und den Weihnachtsgruß entsprechend vorzubereiten.

...und dann ist plötzlich Weihnachten

Und nun drängt die Zeit, jetzt muss es schnell gehen. Wieso muss Weihnachten aber auch immer urplötzlich und so unberechenbar auf den 24. Dezember fallen? Also fix ein weihnachtliches Motiv bei fotolia oder pixelio besorgen, den entsprechenden Textbaustein darunter. Ausdrucken, ins Kuvert und dann ab mit der herzerwärmenden Karte in den Postausgang.  Alternativ findet der Weihnachtsgruß seine Krönung als E-Mail: „Hallo Kunde Nr. 24XXX“...

Und so füllt sich alle Jahre wieder um den zehnten oder fünfzehnten Dezember der Firmenbriefkasten mit Weihnachtskarten. Weil eben alle etwas zu Weihnachten an ihre Kunden schicken. Oder Zulieferer bedanken sich für die angenehme Zusammenarbeit. Andere Unternehmen, bei denen Sie Kunde sind, melden sich nach langer Zeit und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit auch im neuen Jahr. Das kennen Sie. Aber ist Ihnen irgendeiner dieser Grüße aus den vergangenen Jahren in Erinnerung geblieben? Wenn ja, warum? Weil er persönlich gehalten war und eben nicht den Eindruck des Serienbriefs erweckte? Genau das können Sie auch und es ist ganz einfach. Zuvor aber müssen Sie ganz tapfer sein und der Wahrheit ins Auge blicken:

Der Weihnachtsgruß ist eine Marketingmaßnahme

Das mag für besonders romantisch veranlagte Menschen ein harter Schlag sein, aber: Wenn Sie als Firma Ihrem Kunden zum Geburtstag gratulieren, ihm zu Weihnachten eine schöne Zeit und für das neue Jahre alles Gute wünschen, dann ist das zwar eine nette Geste und mit Sicherheit von Ihnen ernst gemeint, aus unternehmerischer Sicht aber ist dieser Gruß ein Instrument der Kundenbindung und damit eine Marketingmaßnahme. Und mit genau dieser Sorgfalt sollten Sie Ihre Weihnachtsgrüße auch behandeln.

Warum also nicht die Weihnachtskartenaktion professionell planen und im Marketingplan verankern?  Mit klarer Zuordnung: Inhalt (was schreiben wir in diesem Jahr bzw. mit welchen Worten bedanken wir uns beim Empfänger?), Zuständigkeit (wer kümmert sich um die Umsetzung?), Termin (bis wann müssen welche Aufgaben erledigt sein?), Anzahl (um wie viele Empfänger handelt es sich?).

Bleiben Sie auf der persönlichen Ebene

Gerade in inhabergeführten mittelständischen Firmen sind die Beziehungen zu Kunden und Geschäftspartnern eher familiär geprägt. Hier sind Kundennummern meist nicht zwölfstellig. Man kennt sich persönlich und eben nicht nur aus dem Kundenverwaltungsprogramm, nimmt Anteil und findet hin und wieder auch Zeit für ein privates Gespräch. Auf dieser Ebene und wenn es sich um einen überschaubaren Empfängerkreis handelt, könnten Sie sogar noch handgeschriebene Grüße versenden.  Aber unabhängig davon, ob Sie nun die Serienbrieffunktion Ihres Textverarbeitungsprogramms nutzen oder nicht: Der Inhalt Ihrer Weihnachtsgrüße sollte aufrichtig und authentisch sein. Und wenn Sie also einen eher saloppen Umgangston mit Ihren Kunden und Lieferanten pflegen, dann bleiben Sie auch dabei. Kennt man Sie als eloquenten Geschäftsführer, würde ein burschikos gehaltener Grußkartentext bei den Empfängern eher Verwunderung auslösen.

Welcher Mitarbeiter steht im Kontakt mit dem Empfänger?

Beim Gestalten Ihres Weihnachtsgrußes werden Sie an Grenzen stoßen, das sollten Sie jemandem übertragen, der das professionell beherrscht. Hinzu kommt, dass es normal ist, dass, je größer Ihr Unternehmen ist, Sie nicht mehr alle der Empfänger persönlich kennen. Entsprechend müssen Sie auch hier wieder an die Stelle delegieren, die im persönlichen Kontakt zum Empfänger steht. Das kann der Sachbearbeiter sein, der Kundenberater, der Kollege im Vertrieb, der Außendienst. Diese Mitarbeiter könnten ein paar persönliche Zeilen beisteuern; etwas, das den Empfänger erfreut, weil er erkennt, dass diese Worte tatsächlich ausschließlich ihm gelten, weil hier neben dem im Seriendruck Formulierten Raum für die persönliche Ebene – und gern handschriftlich - gelassen wurde.

Muss es immer der Kartengruß sein?

Eine weitere Frage, die Sie sich zum Personalisieren Ihres Weihnachtsgrußes stellen könnten, wäre, ob es tatsächlich wie in jedem Jahr die Grußkarte sein soll. So könnte Ihr Weihnachtsgruß – nur als Beispiel - einen Gutschein beinhalten, der abhängig vom Budget und selbstverständlich unter Beachtung der allgemeinen Compliance-Richtlinien dem Beschenkten Freude bereitet, wenn er für etwas eingesetzt werden kann, das den Interessen des Empfängers Rechnung trägt. Auch hier ist wieder der Mitarbeiter mit dem Kontakt zum jeweiligen Kunden der Ansprechpartner, der mit seiner Idee hilft, das Richtige auszuwählen. Zum Beispiel ein kleiner Zuschuss für den Besuch im Freizeitbad oder des Kinos, eines Museums oder eines Restaurants. So verlassen Sie mit Ihrem Weihnachtsgruß ausgetretene Pfade, heben sich aus dem allgemeinen Kartenwust ab und bleiben in guter Erinnerung.

Die Aussage zählt

Letztlich sollte Ihnen bewusst sein, dass Ihr Weihnachtsgruß eine Aussage enthält und die bestimmen Sie mit der Wortwahl des Textes. Wollen Sie den Verkauf zum Jahresende noch einmal ankurbeln und weisen auf ein Sonderangebot hin, das nur bis Neujahr gültig ist? Oder bedanken Sie sich für die gute Zusammenarbeit im zu Ende gehenden Jahr und wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit? Sie können davon ausgehen, dass die Empfänger Ihrer Weihnachtspost sensible Antennen für den Zweck Ihres Grußes besitzen. Und mal unter uns Marketingexperten: Was Sie in elf Monaten nicht verkauft haben, macht Ihnen die Bilanz in den letzten vier Wochen des Jahres auch nicht mehr bunt - es sei denn, Sie verkaufen Weihnachtsbäume...

Jetzt aber los!

Im Grunde ist es einfach, mit einem überschaubaren Aufwand Verbundenheit und Wertschätzung zu signalisieren. Mit dem Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags verbleiben Ihnen nun noch gut neun Wochen bis Weihnachten. Wenn Sie jetzt mit der Planung Ihrer Weihnachtsgrüße beginnen und wie oben beschrieben ein wenig mehr Mühe investieren, haben Sie gute Chancen, dass Ihre kleine Aufmerksamkeit eine große Wirkung erzielt und in Erinnerung des Empfängers bleiben wird. Und sollten Sie Anregungen und Unterstützung benötigen, sind wir gern für Sie da.

 

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