Was eine gute Webseite auszeichnet

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 Vor 200 Jahren war es üblich, zum Zwecke der Geldbeschaffung Postkutschen zu überfallen. Vorzugsweise in dunklen Waldgebieten. Der Überfallene hatte dann, die Pistole auf der Brust, zwischen Geld oder Leben zu wählen. Die Entscheidung fiel meist schnell und war viel einfacher als in Sekunden eine Antwort auf die Frage zu finden: Was ist eine gute Webseite?

 


Denn was ist schon der Überfall auf eine Postkutsche im Vergleich zur fundamentalen Frage, was eine gute Webseite auszeichnet? Und was muss zwingend ein Bestandteil sein und was darf auf gar keinen Fall auf eine Homepage? Schwierig, was?


Der Content – Der Inhalt macht den Unterschied

Zerlegen wir das Problem in seine Bestandteile und beginnen mit dem Inhalt: Sie sollten klare Vorstellungen davon haben, was Sie den Besuchern Ihrer Webseite anbieten möchten und dies auch in verständlicher Form auf dem Monitor bzw. Display umsetzen können. Vermeiden Sie endlos lange Schachtelsätze und bemühen Sie sich um eine klare Sprache. Und statt umständlicher Fachtexte bieten Sie Ihren Besuchern ein kurzes Video an, das den Sachverhalt anschaulich vermittelt. Das macht die Seite lebendig und bietet einen echten Mehrwert. Vor allem aber: Bleiben Sie beim Thema Ihrer Seite! Es nützt Ihnen nichts, über den Wechsel von Sommer- auf Winterreifen zu philosophieren, wenn das eigentliche Anliegen Ihres Internetauftrittes Postkutschen des 18. Jahrhunderts sind.

Suchmaschinenoptimierung – An Google kommt keine Webseite vorbei

Und damit sind wir bei einem sehr wichtigen Punkt: Der Suchmaschinenoptimierung. Sie können versuchen zu mogeln, in dem Sie Keywords vergeben, die eine hohe Aufmerksamkeit garantieren. In 2017 lauteten die Top 3-Suchbegriffe für .de-Domains übrigens „WM Auslosung“, „Bundestagswahl“ und „Wahlomat“. Aber das wird Ihnen nichts nützen. Selbst wenn Sie also „WM Auslosung“ als ein Keyword für Ihre Webseite  verwenden und auf der Seite dann thematisch nichts zum Suchbegriff zu finden ist, bringt Ihnen das keine Besucher. Google lässt sich nämlich schon seit langem nicht mehr derart plump übertölpeln. Und auch eine hohe Keyword-Dichte, also der Anteil des Suchbegriffs im Text der jeweiligen Webseite, garantiert noch keine hohen Besucherzahlen.

Sie müssen tatsächlich zu Ihren Postkutschen passende Suchbegriffe in den entsprechenden Meta-Tag einbauen und diese Suchbegriffe müssen dann im Text der jeweiligen Seite organisch vorkommen. Andernfalls straft Google Sie mit einem schlechten Ranking ab. Google-Gründer Larry Page formulierte diesen Umstand humorvoll so: „Das perfekte Versteck für eine Leiche ist die zweite Seite von Google.“ Warum? Weil die zweite Seite der Suchmaschinenergebnisse kaum noch von jemandem angesehen wird. Also muss es Ihr Bestreben sein, zum jeweils für Ihren Internetauftritt relevanten Suchbegriff auf die erste Seite der Ergebnisse bei Google zu gelangen.  Und das gelingt unter anderem durch starke Keywords in Verbindung mit dem relevanten Inhalt auf Ihrer Webseite. Aber das ist nur der Anfang, denn es sind noch einige Parameter mehr, die zu einem exzellenten Google-Ranking führen.

Das Layout - Manchmal ist weniger mehr

Ein weiterer wichtiger Parameter, der eine gute Webseite ausmacht, ist das Layout, das grafische Erscheinungsbild Ihrer Internetpräsenz.  Ob aber ein Design als gut oder schlecht betrachtet wird, hängt vom jeweiligen Zeitgeist ab. Generell kann man festhalten, dass die siegreichen Projekte des „Best Website Award“ der vergangenen fünf Jahre in einem eher schlichten Design gehalten waren. Dies waren Webauftritte, die über ein übersichtliches und klar strukturiertes Layout verfügten, gestaltet mit einer augenschonenden Farbgebung sowie gut lesbaren Texten.

Wie schon beim Inhalt sollten Sie also auch das Layout Ihrer Seite gründlich planen. Warum nicht zunächst mit Bleistift und Papier Ihre Ideen fixieren? Als Faustregel sollte gelten, die Webseite nicht zu überfrachten. Nicht mit blinkenden Buttons, nicht mit nervigen Popups und schon gar nicht mit einer Hintergrundmusik, die Ihnen – vielleicht als Death Metal-Fan - zwar gut gefällt, die aber Ihre Besucher zum sofortigen Verlassen Ihrer Webseite veranlassen könnte.

Usability – Die Bedienbarkeit der Webseite

Die Bedienbarkeit Ihrer Webseite ist ein weiterer Punkt, anhand dessen ein Besucher Ihre Seite als gut oder schlecht wahrnimmt. Entsprechend sollte Ihre Webpräsenz selbsterklärend zu bedienen sein. Wichtig ist zum Beispiel eine gut lesbare, verständliche und stringente Menüführung. Das heißt, verzichten Sie auf Untermenüs mit acht Ebenen ebenso wie auf vier verschiedene Menüs verteilt auf der Startseite! Grob gesagt ist alles zu vermeiden, was den Besucher verwirrt oder im Zusammenhang mit der Benutzung Ihrer Webseite verärgern könnte. Dazu gehören auch lange Mauswege oder ewig langes nach oben scrollen, wenn es einen Nach oben-Button am Fuß der Webseite geben könnte.

Mobile-fähig ist ein Muss – Social Media auch

Neben den kurz angerissenen Grundparametern Content, Suchmaschinenoptimierung, Layout und Usability sollten Sie berücksichtigen, dass Ihre Webseite fehlerfrei auf mobilen Endgeräten dargestellt werden kann. Im Zeitalter von Tablet und Smartphone ist dies eine Selbstverständlichkeit. Google bestraft entsprechend alle Webseiten, die nicht Mobile-fähig sind, mit einem schlechteren Ranking-Wert.

Berücksichtigen Sie beim Entwickeln Ihrer Webseite auch die Social Media-Plattformen und geben Sie den Besuchern Ihrer Webseite die Möglichkeit, Inhalte via Facebook oder Twitter zu teilen! Auf diese Weise wird Ihr Content gestreut und Sie erreichen mehr potentielle Besucher. Außerdem sind inhaltliche Empfehlungen im Freundes- und Bekanntenkreis vertrauenswürdiger („das geht viral!“), als wenn Sie für Geld mittels Suchmaschinenmarketing Ihre Webseiteninhalte promoten müssten.

CMS oder selbst programmieren?

Noch ein Wort zur Umsetzung Ihres Webauftrittes: Seit vielen Jahren schon ist es nicht mehr notwendig, umfassende Programmierkenntnisse besitzen zu müssen, um eine Webseite zu erstellen. Dank der zahlreich angebotenen Content Management Systeme (Typo3, Wordpress, Joomla) und dazu gehörender frei verfügbarer Layouts, sogenannte Templates oder Themes, ist es auch Laien relativ leicht möglich, ansprechende Webseiten ins Netz zu stellen.

Diese Systeme bringen bereits eine gute Usability mit, sind Cross-Browser kompatibel und berücksichtigen auch das Verteilen der Inhalte via Social Media. Allerdings haftet vielen dieser mit Content Management Systemen erstellten Projekten der Makel an, wenig individuell zu sein, da die frei verfügbaren Layouts mit der Massen-Bekleidung von der Stange vergleichbar sind.

Wer individuelle Designs entwerfen möchte, muss zwangsläufig über die entsprechende gestalterische Begabung verfügen. Und wenn er seine Entwürfe auch selbst umsetzen möchte, programmieren können. Oder sich einen Partner suchen, der in Sachen Inhalt, Layout, Usability und Suchmaschinenoptimierung kompetent helfen kann – machen wir gern für Sie :)

Fazit

Objektiv betrachtet, zeichnet sich eine gute Webseite also dadurch aus, dass sie in allen gängigen Browsern sowie auf mobilen Endgeräten fehlerfrei angezeigt wird. Die Inhalte werden schnell geladen und können via Social Media-Plattformen mit einem Mausklick geteilt werden. Die vergebenen Keywords (Suchmaschinenoptimierung) stimmen mit dem Content überein und bieten dem Besucher einen Mehrwert. Zudem ist die Webseite leicht zu bedienen (Usability).

Diesen Spagat hinzubekommen ist nicht unmöglich, aber er erfordert Kenntnisse, Ausdauer, Fleiß und eine gewisse Kompromissbereitschaft. Denn ergänzend und erschwerend zugleich kommt noch das Design der Homepage hinzu, das möglichst allen Besuchern gefallen sollte. Wenn Sie jetzt also glauben, die Frage beantworten zu können, was eine gute Webseite auszeichnet, kommt gleich die nächste und schwierigere Frage: Wie sieht eine gute Webseite aus?

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